BEHANDLUNGSFEHLER IM ARZTSTRAFRECHT

Nach der Rechtsprechung erfüllt jeder ärztliche Heileingriff den Tatbestand einer Körperverletzung, auch wenn er zu einer Verbesserung der Gesundheit des Patienten führt. Damit stellen sich in der Praxis Fragen des Vorliegens einer wirksamen Einwilligung zur Rechtfertigung des Eingriffs, also nach einer Aufklärung des Patienten.

Steht ein Behandlungsfehler in Rede, wird u.U. ein Strafverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der Ermittlungen steht entweder eine Einstellung des Verfahrens mangels Tatverdachts, eine Einstellung wegen Geringfügigkeit oder eine Einstellung wegen geringer Schuld gegen Zahlung einer Geldauflage, der Erlass eines Strafbefehls oder sogar eine Anklage in Rede, die zu einem Strafprozess führt.

Ein strafbares Verhalten kann sogar die Anordnung des Ruhens der Approbation des Arztes zur Folge haben, wenn sich hieraus seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs ergeben kann.

Wir beraten Sie insbesondere in den Bereichen

- Ärztliches Handeln und strafrechtlicher Maßstab

- strafrechtliche Verantwortung des Arztes bei Behandlungsfehlern

- Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung, § 229 StGB

- Vorwurf der fahrlässigen Tötung, § 222 StGB

- Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung, § 323 c StGB