PRIVATE UNFALLVERSICHERUNG:

Unfallversicherung in der Praxis – Private Unfallversicherung: Risikoausschluss bei krankhaften Störungen infolge psychischer Reaktionen?

Der Bundesgerichtshof (vgl. VersR 2010, 60 f.) befasste sich zum wiederholten Male mit der Frage eines Risikoausschlusses bei krankhaften Störungen infolge psychischer Reaktionen - dabei handelt es sich um eine in der Praxis regelmäßig vorkommende Konstellation:

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes  greift der Risikoausschluss auch ein, wenn die krankhafte Störung des Körpers nur mit ihrer psychogenen Natur erklärt werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 29.9.2004 - IV ZR 233/03 - VersR 2004, 1449). Handelt es sich bei fortdauerndernden Beschwerden um eine ausschließlich psychisch bedingte Reaktion in Form einer psychischen Fehlverarbeitung der Verletzungsfolgen, sind nach Auffassung des Bundesgerichtshofs die Voraussetzungen für den Leistungsausschluss erfüllt.