PRIVATE KRANKENTAGEGELDVERSICHERUNG

Krankentagegeldversicherung in der Praxis – Private Krankentagegeldversicherung: 

Der Bundesgerichtshof (vgl. BGH Urteil vom 3.4.2013, Az. IV ZR 239/11) befasste sich mit der Frage, ob Arbeitsunfähigkeit auch dann gegeben ist, wenn der Versicherte lediglich zu einzelnen Tätigkeiten in der Lage ist, die im Rahmen seiner Berufstätigkeit zwar auch anfallen, isoliert aber keinen Sinn ergeben - dabei handelt es sich um eine in der Praxis regelmäßig vorkommende Konstellation:

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes entfällt Arbeitsunfähigkeit i.S. von § 1 Abs. 3 Satz 1 MB/KT 2009 nicht, wenn der Versicherte lediglich zu einzelnen Tätigkeiten in der Lage ist, die im Rahmen seiner Berufstätigkeit zwar auch anfallen, isoliert aber keinen Sinn ergeben.

"Im Ansatz zutreffend geht das Berufungsgericht allerdings davon aus, dass bereits eine nur zum Teil gegebene Arbeitsfähigkeit genügt, um den Anspruch auf Krankentagegeld auszuschließen. Diese setzt aber voraus, dass der Versicherungsnehmer in der Lage ist, dem ausgeübten Beruf in seiner konkreten Ausgestaltung mindestens teilweise nachzugehen (Senatsurteil vom 25. November 1992 - IV ZR 187/91, VersR 1993, 297 unter II 1)."