Festlegen des medizinischen Standards durch das Gericht?

Der BGH hat mit Urteil vom 24.02.2015 (Az.: VI ZR 106/13) festgestellt, dass ein Gericht nur dann eine von der Beurteilung des gerichtlich bestellten Sachverständigen abweichende, eigene medizinische Bewertung des Behandlungsgeschehens vornehmen kann, wenn es aufzeigt, dass es über die erforderliche Sachkunde verfügt. Andernfalls ist der medizinische Standard in unzulässiger Weise durch das Gericht selbst bestimmt worden. Sofern das Gericht über die medizinische Fackunde verfügt, muss es dies in der Entscheidung darlegen.