MEDIATION

Was ist Mediation?

Die Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren, welches eine interessenorientierte und nachhaltige Konfliktlösung ermöglicht. Unterstützung erfahren die Parteien durch den Mediator, der als allparteilicher Dritter jedem Beteiligten den Raum bietet, den er braucht, um seine Sicht auf den Konflikt darzustellen und mit seinem Anliegen gehört zu werden. In der Meditation bietet der Mediator keine eigenen Lösungsvorschläge an. Seine Aufgabe ist es, die Parteien bei der eigenverantwortlichen Erarbeitung einer an ihren Interessen orientierten Lösung zu unterstützen. Denn die Parteien sind die Experten für ihren Konflikt.

Vorteile einer Mediation im Medizinrecht:

Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient wird durch einen Dritten, den Mediator, geleitet. Die Mediation hat eine verjährungshemmende Wirkung. Das Mediationsverfahren ist nicht öffentlich und vertraulich. Weder der Pateint noch der Arzt müssen in eine öffentliche Verhandlung. Daher besteht keine Prangerwirkung mit unter Umständen ruinösen wirtschaftlichen Folgen. Die Parteien können auch nicht justiziable Aspekte zum Ausdruck bringen. Es werden regelmäßig Kommunikationsdefizite behoben. Patient und Arzt werden dem Vertrauensverhältnis/der Nähebeziehung des Arzt-Patienten-Verhältnisses eher gerecht. Ggf. ist sogar eine Fortsetzung der Behandlung möglich, also ein Aufrechterhalten des Arzt-Patienten-Verhältnisses. Im Einzelfall ist eine Mediation im Medizinrecht nicht so aufwändig wie ein gerichtliches Verfahren und belastet die Parteien nicht so stark. Vielfach findet eine selbst erarbeitete Konfliktlösung die Akzeptanz der Parteien. 

Was kostet eine Mediation und wie lange dauert das Verfahren?

Die Kosten der Mediation orientieren sich am Umfang der Sache und der Anzahl der Parteien und lassen sich schon in einem Erstgespräch darlegen. Wie die Kostenverteilung der Mediation konkret aussieht, wird in einem Erstgespräch zwischen den Konfliktpartnern verbindlich festgelegt. Ggf. übernehmen aber auch Rechtsschutzversicherungen die Kosten einer Mediation. Gerichtliche Verfahren sind of sehr langwierig, da ein Gericht nicht auf die individuellen Terminwünsche der Parteien eingehen kann. Für die Konfliktparteien kann aber eine lange Verfahrensdauer, und ein damit verbundener Zustand fortdauernder Rechtsunsicherheit, erhebliche Nachteile zur Folge haben. Der für eine Mediation notwendige Zeitaufwand orientiert sich, wie auch bei den Kosten, an der Komplexität des Sachverhalts und der Anzahl der Beteiligten. Der entscheidende Unterschied zu einem gerichtlichen Verfahren ist aber, dass die Konfliktpartner den zeitlichen Ablauf individuell mit dem Mediator koordinieren können und es selbst in der Hand haben, wie schnell es zu einer Lösung kommt.

Welche Konflikte sind der Mediation zugänglich?

Eine Mediation ist sinnvoll, wenn Konflikte offen oder verdeckt ausgetragen werden und dadurch Mittel, Dynamik in Arbeitsprozessen und finanzielle Ressourcen gebunden werden.

 Anwendungsbereiche:

·       unübersichtliche rechtliche Lage

·       unkalkulierbare Prozessrisiken

·       emotional aufgeladene Konflikte

·       Zeitdruck

·      Auseinandersetzungen zwischen Vertragsparteien

Mediation kann auch präventiv eingesetzt werden, um spätere Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen.